Öffentliche Bibliotheken

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Definition:

Eine öffentlich zugängliche Büchersammlung mit einem Angebot an Beständen und Dienstleistungen für die allgemeine Bevölkerung. Sie dienen der allgemeinen Bildung und Informationsversorgung sowie als kulturelle Einrichtung für die Freizeitgestaltung aller Bürger.

Zu den öffentlichen Bibliotheken gehören die Bibliotheken, die vor allem der allgemeinen Information, der politischen und beruflichen Bildung sowie der Unterhaltung dienen. Sie stellen den Nutzern ihre Bestände ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Sparten der öffentlichen Bibliothek

Kinder- und Jugendbibliothek

Kinder- und Jugendbibliotheken richten ihren Bestand speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus. Öffentlichen Bibliotheken in jeglicher Trägerschaft schenken insbesondere der Sprach- und Leseförderung sowie dem Textverstehen und der Medienkompetenz besondere Aufmerksamkeit um diese Lernfelder in den Fokus ihrer Bildungsarbeit zu rücken.

Schulbibliothek

Schülerbibliothek Lehrerbibliothek

Diese Bibliotheksform verwaltet die Medienbestände einer Schule und ist sowohl Schülern als auch Lehrern zugänglich.

Eine Bibliothek, die allein auf die Literaturversorgung der Lehrer oder des an der Schule tätigen pädagogischen Personals ausgerichtet ist, nennt man Lehrerbibliothek. Sie stellt hauptsächlich Fachliteratur bereit.

Musikbibliothek

Eine Bibliothek, die den Sammlungsschwerpunkt auf Musiktonträger und Musikalien legt, heißt Musikbibliothek. Sie ist eine Einrichtung der Fachinformation und dient sowohl der Unterhaltung als auch der Musikwissenschaft.

Artothek

Eine Artothek ist eine öffentliche Institution , die Werke aktueller Kunst (Bilder, Skulpturen, Plastiken…) kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr entleiht. Sie sind oftmals in öffentliche Bibliotheken integriert.

Fahrbibliothek

Fahrbibliotheken, die auch „Bücherbusse“ genannt werden, versorgen als mobile Öffentliche Bibliotheken z.B. Außenbezirke von Städten oder ländliche Gegenden. Sie fahren gelegentlich auch Schulen an.

Werkbibliothek

Eine in Großbetrieben der Industrie für ihre Belegschaft eingerichtete Bücherei, die i.d.R. nur unternehmensinternen Zwecken dient und nicht öffentlich zugänglich ist, nennt man Werksbibliothek oder Unternehmensbibliothek.

Soziale Bibliotheksarbeit

Patientenbibliotheken

Gefängnisbibliotheken

Blindenbibliotheken

Patientenbibliotheken sind Einrichtungen in Krankenhäusern und Kurkliniken, die von kultureller, bibliotheks- und gesundheitspolitischer Bedeutung sind.

In nahezu allen Justizvollzugsanstalten gibt es eine Bibliothek, die die Inhaftierten mit Literatur versorgt. Sie verzeichnen in der Regel Medienbestände mit bis zu 30.000 Titeln.

Knapp ein Dutzend Blindenbibliotheken verfügen deutschlandweit über ca. 350.000 (Hör-)Bücher und Zeitschriften, welche die Literatur- und Informationsversorgung von rund 140.000 Blinden gewährleisten.

Kirchliche Bücherei

DVEB

Borromäusverein

Der Deutsche Verband Evangelischer Büchereien e.V. ist die zentrale Stelle der Evangelischen Kirche in Deutschland für Bücherei- und Bucharbeit. Der DVEB hat elf Mitgliedsverbände, die 1.500 öffentliche kirchliche Bibliotheken beraten.

Der Borromäusverein ist eine 1845 gegründete katholische Medieneinrichtung mit Sitz in Bonn. Im Auftrag mehrerer Diözesen unterstützt er insbesondere Katholische Büchereien durch Medienempfehlungen, und Leseförderung sowie Aus- und Weiterbildung.


Quellen

http://www.bibliotheksportal.de/bibliotheken/bibliotheken-in-deutschland/bibliothekslandschaft.html

http://www.bibliotheksportal.de/bibliotheken/bibliotheken-in-deutschland/bibliothekslandschaft/oeffentliche-bibliotheken.html

Klaus Gantert / Rupert Hacker: Bibliothekarisches Grundwissen, 8. Aufl., S. 16-18, 20-25